News: Review ITMA 2011

20.12.2011

Schneller, größer, breiter

600, 1.000 oder 8.000 Quadratmeter pro Stunde - wer bietet mehr?

Eingang zur ITMA 2011 in Barcelona

In der siebten von insgesamt acht Messehallen der Messe Barcelona, wo vom 22. bis 29. September 2011 die Internationale Textilmaschinenausstellung ITMA mit 1.350 Ausstellern aus 45 Ländern stattfand, überschlugen sich die Produzenten von digitalen Textildruckmaschinen geradezu mit den Angaben zu den Produktionsleistungen ihrer Systeme. Und dabei ging es nicht um die Herstellung von Fahnen und Bannern, sondern von Mode und Heimtextilien. Während die ITMA hinsichtlich des Textildrucks bedeutende Entwicklungsschritte absolvierte, ist die Messe als traditionelle Stickereiplattform offensichtlich ein Auslaufmodell.

Um das Thema Stickerei gleich vorweg zu nehmen: Bei den letzten ITMA-Veranstaltungen 2003 in Birmingham und 2007 in München galt die Messe noch als die wichtigste Plattform für die internationale Stickereiindustrie. Kein Hersteller, der dort nicht vertreten war. In Barcelona hingegen zeigten sich nur noch Tajima aus Japan mit einem kleinen Stand, ZSK aus Deutschland, der südkoreanische Hersteller der Marke SWF und der Garnhersteller Madeira. Und Neuheiten waren weitgehend Fehlanzeige. Jürgen Korge, Global Sales Manager von Madeira, sagte gegenüber der TVP, die Mode-Stickerei spiele in den europäischen Märkten kaum noch eine Rolle, weshalb eine solche Industriemesse auch nicht mehr viel Sinne mache. Für den Markt der Logo- und Werbestickerei gebe es in den einzelnen Ländern mittlerweile etablierte Fachmessen, auf denen die Sticker bestens aufgehoben seien. Die Teilnahme von Madeira an der ITMA sei dennoch wichtig gewesen, um in persönlichen Gesprächen ein vielfältiges Feedback zur aktuellen Marktsituation zu erhalten. Ähnlich äußerte sich auch Alexandros Papaioannou vom Softwarehersteller Pulse Microsystems. Er hatte während der Messe die Pulse-Punchsoftware am Stand von Tajima vorgestellt.

Die ITMA 2011 in Barcelona war sehr gut besucht.

Produktion von ZSK jetzt in Remscheid

Für ZSK schien die Messe eine günstige Gelegenheit zu sein, der Fachwelt mitzuteilen, dass der deutsche Produzent noch immer im Geschäft ist.
Die Gerüchteküche hatte Meldungen verbreitet, wonach ZSK gar nicht mehr existiere, verkauft worden sei und auf keinen Fall mehr in Deutschland produziere. "Alles falsch, hier sind wir", sagte Uwe Rücker, der neue Geschäftsführer von ZSK. Für kommendes Jahr kündigte er neue Produkte und Ideen von ZSK an. Auf dem Messestand war überall deutlich zu lesen: "Made in Germany". Allerdings nun nicht mehr in Krefeld, wie Rücker berichtete, sondern in Fertigungsstätten in Remscheid. Über die neuen Strukturen und Veränderungen bei ZSK werden wir in Kürze in der TVP berichten.

Verschiedene ZSK Stickmaschinen wie die neue Sprint zeigten live ihre Fähigkeiten

Auf der ITMA zeigte ZSK viele Spezialitäten rund um die Stickerei. So demonstrierte das Unternehmen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten mit Sonderköpfen, etwa für Moos- und Kettenstichstickereien (K-Kopf) oder zum Legen von Bändchen, Kordeln und Ketten (W-Kopf). Für die Sprint-Einkopfmaschine hat ZSK neue Lösungen zum einfachen Besticken von Schuhen entwickelt. Wie Vertriebsmitarbeiter Michael Metzler sagte, werde die Sprint heute bereits von Adidas oder Nike in Schuhfachgeschäften eingesetzt, um Sportschuhe mit Namen der Kunden zu veredeln. Seinen Worten zufolge war die Messeteilnahme sehr gut. "Mit vielen Kunden konnten wir sehr konkrete Projekte besprechen."

Quelle: TVP Textilveredlung & Promotion; Verlagshaus Gruber GmbH

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